A² – Aerospace meets Automotive

Ein gemeinsames Projekt mit Cluster Automotive

Mit A² – Aerospace meets Automotive bringen Cluster Aerospace und Cluster Automotive Akteure aus Luft- und Raumfahrt sowie Automotive zusammen. Ziel des Cross-Cluster-Projekts ist es, Innovations- und Kooperationspotenziale an der Schnittstelle beider Branchen sichtbar zu machen und daraus konkrete Ansätze für Austausch, Matching, Folgeformate und mögliche Pilotprojekte abzuleiten.

Beide Branchen stehen vor vergleichbaren technologischen und strukturellen Herausforderungen: softwaredefinierte Systeme, datengetriebene Entwicklung, autonome Anwendungen, Sensorik, Validierung, Produktion und Skalierung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig bringen Luft- und Raumfahrt sowie Automotive unterschiedliche Stärken ein. Während Automotive insbesondere Erfahrungen in Skalierung, Serienproduktion, Plattformen und datengetriebener Entwicklung bietet, verfügt Aerospace über ausgeprägte Kompetenzen in Safety, Zertifizierung, Nachweisführung, Systemintegration und sicherheitskritischen Anwendungen.

Bottom-up von der Befragung zum Workshop

Ausgangspunkt des Projekts war eine Bottom-up-Befragung von Akteuren aus Luft- und Raumfahrt sowie Automotive zu potenziellen Trend-, Innovations- und Kooperationsfeldern. Die Rückmeldungen zeigten ein breites Themenbild – von Software, KI, MBSE und Systems Engineering über Sensorik, Autonomie und Produktion bis hin zu Leichtbau, Materialien sowie Antriebs- und Energietechnologien.

Auf Basis der Befragung wurden die Themen nach drei Kriterien verdichtet: Überschneidung beider Branchen, Umsetzungsreife innerhalb eines überschaubaren Zeitraums sowie konkretes Interesse aus der Befragung. Daraus ergaben sich drei Fokusfelder für die weitere Bearbeitung:

  • Software-defined Systems & digitale Entwicklung
  • Produktion & Industrialisierung
  • Autonome Systeme, Sensorik & Daten

Themen wie Leichtbau, Materialien und Antriebstechnologien wurden dabei nicht ausgeschlossen, sondern als Querschnittsthemen innerhalb dieser Fokusfelder mitgedacht.

Cross-Cluster-Workshop A²

Im nächsten Schritt fand ein gemeinsamer Cross-Cluster-Workshop statt, in dem Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure aus beiden Branchen die drei Fokusfelder vertieft bearbeitet haben. In moderierten Arbeitsrunden wurden Herausforderungen gesammelt, geclustert und priorisiert. Anschließend wurden dazu passende Kompetenzen, Lösungsansätze und mögliche Kooperationsideen entwickelt.

Die Ergebnisse zeigen: Die größten Cross-Cluster-Potenziale liegen nicht in einzelnen Technologien allein, sondern an den Schnittstellen von Daten, Validierung, Regulierung, Industrialisierung und Kooperationsfähigkeit. Besonders deutlich wurden wiederkehrende Themen wie Datenverfügbarkeit und Datendurchgängigkeit, Standards und Schnittstellen, Safety und Zertifizierung, Skalierung vom Prototyp zur Anwendung sowie konkrete Use Cases für branchenübergreifende Zusammenarbeit.

Mögliche Anschlussrichtungen

Aus Befragung und Workshop ergeben sich drei mögliche Anschlussrichtungen für die weitere Projektarbeit:

Digital Validation & Data Continuity
Digitale Entwicklung, Datenqualität, Validierung, Schnittstellen, Testumgebungen und der Umgang mit softwareintensiven bzw. KI-basierten Systemen.

Trusted Data for Autonomous Systems
Datenverfügbarkeit, Standards, Datenschutz, Safety, Sensorik, Navigation, Umfeldwahrnehmung sowie mögliche Daten- und Testumgebungskonzepte für autonome Anwendungen.

Prototype-to-Series & Industrialization
Skalierung vom Prototyp zur Serie, Produktionshochlauf, Qualitätssicherung, digitale Nachweisführung, Manufacturing Readiness und resiliente Produktionsprozesse.

Aktueller Stand

Das Projekt befindet sich derzeit in der Anschlussphase. Cluster Aerospace und Cluster Automotive prüfen, wie die identifizierten Themen in geeigneten Formaten weiterentwickelt werden können. Darüber hinaus werden mögliche Anknüpfungspunkte an bestehende Fachveranstaltungen genutzt, um einzelne A²-Themen mit weiteren Expertinnen und Experten aus beiden Branchen zu vertiefen.

Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Organisationen, die Interesse an einem der Themenfelder haben oder eigene Herausforderungen, Kompetenzen oder Use Cases einbringen möchten, können sich gerne an bavAIRia wenden.